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  • 11/22/18--03:23: CD: Aulos / Bel Canto
  • Aulos / Bel Canto

    Portrait Christian Hommel

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    Checkpoint Ensemble Modern & Hidejiro Honjoh

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  • 12/05/18--05:07: CD: Gubaidulina / Bruckner
  • Gubaidulina / Bruckner

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    Ich bin ein Komponist, der dirigiert

    Ein Gespräch mit Sir George Benjamin

    Sir George Benjamin ist nicht nur einer der renommiertesten Komponisten unserer Zeit, sondern auch ein hochgeschätzter Dirigent. Das Ensemble Modern blickt auf eine fast 30-jährige Zusammenarbeit und Freundschaft mit dem gebürtigen Briten zurück. Im März 2019 dirigiert er das Ensemble Modern und das auf Orchestergröße erweiterte Ensemble Modern Orchestra in insgesamt sieben Konzerten in Frankfurt am Main, London, Köln und Hamburg; darunter auch seine beiden eigenen Werke ›Into the Little Hill‹ und ›Palimpsests‹. Was Sir George Benjamin über ›Palimpsests‹ für großes Orchester sagt, lässt sich auf sein gesamtes Werk übertragen: Er möchte aus dem Orchester, der »Masse an Holz und Blech, eine kristallin-transparente, zauberhafte, gleichzeitig unromantische und doch leidenschaftliche Musik« hervorbringen. Christian Fausch, Künstlerischer Manager und Geschäftsführer des Ensemble Modern, sprach mit ihm über die bevorstehende Tournee und deren Programme sowie über seine Doppelrolle als Komponist und Dirigent.


    Die bevorstehende Zusammenarbeit ist die erste zwischen dir und dem Ensemble Modern seit acht Jahren, aber dich und das Ensemble verbindet eine lange gemeinsame Geschichte. Du kennst es bereits seit ungefähr 30 Jahren ...
    Ja, ich war in den späten 1980er Jahren bei einem Konzert, das das Ensemble mit Helmut Lachenmann in London gab. Die erste Zusammenarbeit fand dann 1993 statt, das war eine richtig große Tournee durch Österreich, die Schweiz und Deutschland: Wir spielten György Ligetis Klavierkonzert, mein Werk ›At First Light‹ und ein neues Werk von Wolfgang Rihm. Wir traten in Badenweiler, Wien, Berlin, Frankfurt und Basel auf. Es war eine der längsten Tourneen meines Lebens. Von Anfang an erstaunten mich das Engagement, die Energie, Brillanz und Kraft des Ensemble Modern. Die Musikerinnen und Musiker geben in all ihren Konzerten immer 200 Prozent. Es war eine traumhafte Erfahrung, mit ihnen zu arbeiten. Ich schreibe sehr selten mehrere Stücke für ein und dasselbe Ensemble, aber für das Ensemble Modern habe ich drei Werke geschrieben – mehr als für jede andere Gruppe auf der Welt. Eines davon war meine erste Oper ›Into the Little Hill‹ ...

    Die wir nun aufführen werden ...
    ... worauf ich mich sehr freue!

    Im Februar 2000 hast du zum ersten Mal das Ensemble Modern Orchestra dirigiert und Olivier Messiaens ›Des Canyons aux étoiles‹ in Gütersloh, Frankfurt und Berlin aufgeführt.
    Ja, und wir hatten 2000 und 2003 auch weitere Tourneen mit dem Ensemble Modern Orchestra. Das Orchester ist ein Traum, weil es dieselben Qualitäten besitzt wie das Ensemble Modern selbst, aber um das Fünffache vergrößert! Da hat man ein Orchester aus lauter Solisten, ein Orchester aus lauter Experten und Liebhabern zeitgenössischer Musik. Als Konzept und Vision ist das außergewöhnlich, ich würde sogar sagen, einzigartig.

    Was macht es so einzigartig?
    Alle sind da, um moderne Musik zu spielen, jeder engagiert sich für die zeitgenössische Musik und ist begeistert, diese Musik zu spielen. Die Tatsache, dass Pierre Boulez euch in seinen letzten Jahren als Dirigent so viel Zeit widmete, beweist, wie außergewöhnlich das ist. Die Qualität der Aufnahme seiner ›Notations‹ ist einfach unglaublich. Die Raffinesse und Kraft, die Energie und Zuversicht, die Brillanz der Ausführung ist absolut außergewöhnlich.

    Welchen Platz nimmt das Ensemble Modern Orchestra in der Gesamtwelt der Sinfonieonieorchester ein?
    Es gibt viele Orchester, die nicht genug zeitgenössische Musik spielen. Es gibt manche Orchester, die sie zögerlich und nicht sehr gut spielen. Es gibt einige fantastische, wunderbare Orchester, die zeitgenössische Musik mit Begeisterung aufs Programm setzen und sie mit Hingabe spielen, und ich habe das Glück gehabt, mit einigen von ihnen zu arbeiten. Das Ensemble Modern Orchestra hat nicht nur ein fantastisches Niveau, sondern auch sehr gute Arbeitsbedingungen; wir haben reichlich Probenzeit, so viel wir brauchen. Das bedeutet, dass das Orchester jedes moderne Repertoire – Karlheinz Stockhausen, Pierre Boulez, Helmut Lachenmann, Gérard Grisey und alle anderen – auf dem allerhöchsten Niveau spielen kann. Die Musiker haben diese spezifische Energie und Klangqualität.

    Nun gehen wir mit zwei Programmen auf Tournee, eines mit dem Ensemble Modern, eines mit dem Ensemble Modern Orchestra. Wie würdest du die Herausforderungen für einen Dirigenten beschreiben, der mit zwei so unterschiedlichen Ensembles auf dieselbe Konzertreise geht?
    Gleichzeitig mit einem Ensemble und einem Orchester unterwegs zu sein – ich glaube, das ist eine Weltpremiere für mich, das habe ich noch nie gemacht. Und anstatt fünf Stücke im Kopf zu haben, werden es jetzt neun sein (lacht). Zum Glück kenne ich einige dieser Stücke sehr gut. Es wird auch eine extrem intensive Vorbereitungs- und Probenzeit, wenn man die Anzahl der Wochen betrachtet. Das ist eine spannende Herausforderung für mich. Wahrscheinlich hat man eine andere Art zu dirigieren und zu musizieren, wenn man 50 Musiker vor sich hat, als mit acht. Das wird ein interessantes Experiment. Aber obwohl ich die Mitglieder des Ensemble Modern lange nicht gesehen habe, sind sie meine Freunde. Zu einer meiner musikalischen Familien zurückzukehren ist etwas anderes, als mit Menschen zu arbeiten, mit denen mich keine gemeinsame Geschichte und Erfahrung verbindet. Ich vertraue ihnen, ich kenne ihre Leidenschaft und ihr Engagement für die Musik, die wir machen.

    Wir hatten etliche Diskussionen über die beiden Programme. Nun haben wir zwei sehr unterschiedliche und aufregende Programme. Und wir haben jeweils ein Stück von dir in beiden Programmen ...
    Das ist nett (lacht). Das Ensemble Modern hat eine Beziehung zu beiden Werken. Ich schrieb ›Into the Little Hill‹ für euch, ihr habt 2006 die Uraufführung gespielt und es seitdem etwa 40 Mal auf der ganzen Welt gespielt. ›Palimpsests‹ stellte ich 2002 fertig, und wir haben es dann auf einer Tournee mit dem Ensemble Modern Orchestra gespielt, auch bei den Proms in London 2004. Beide Stücke sind in meinem Kopf stark mit dem Ensemble Modern assoziiert.

    Im Programm des Ensemble Modern Orchestra kombinieren wir ›Palimpsests‹ mit einem etwas bizarren Stück von Galina Ustwolskaja – beide für acht Kontrabässe.
    Ja, dieses Stück von Ustwolskaja, ›Dies irae‹, ist sehr exzentrisch besetzt, in mancher Hinsicht ähnelt es darin meinem ›Palimpsests‹. Es ist ein Stück von nahezu kompromissloser Düsterkeit; es ist extrem heftig, dissonant und harsch, sogar grausam im Klang, und erlaubt dem Hörer nur wenige Momente der Erholung. Es ist kein Stück, das ich jeden Tag dirigieren möchte, und ich habe es noch nie gemacht. Es ist ein Zeugnis einer sehr isolierten, von ihrer Umgebung entfremdeten Frau, die in der Sowjetunion lebte, und ein Zeugnis unglaublicher Unabhängigkeit.

    Zwischen diesen beiden kontrabasslastigen Klangexperimenten haben wir György Ligetis ›Ramifications‹ platziert.
    Das Stück von Ustwolskaja klingt, als würde jemand mit einem Hammer Stein bearbeiten. Es ist gut, etwas sehr Kontrastierendes dabei zu haben, das fließender und delikat ist. ›Ramifications‹ ist ein kurzes Stück aus den späten 1960er Jahren, das eine interessante Textur und Stimmung hat; es benötigt zwei kleine Streichergruppen, die jeweils etwa einen Viertelton auseinander gestimmt sind. Die Reibung zwischen den zwei separat gestimmten Seiten des Ensembles ergibt einen höchst magischen, seltsamen, unheimlichen und geheimnisvollen Klang. Ich glaube, dass das einen sehr schönen Kontrast zu den schlagwerkreichen, dunklen Farben des restlichen Programms bildet. Das Ohr ist dafür dankbar. Man sollte ferner erwähnen, dass wir auch mit Blechbläsern anfangen, nämlich mit Pierre Boulez’ ›Initiale‹, einem Spätwerk, das sehr selten gespielt wird und extrem virtuos geschrieben ist.

    Schließlich haben wir auch noch ein Werk deines Lehrers Olivier Messiaen ...
    Ja, ein wunderbares Werk, das ich in London Mitte der 1980er Jahre dirigierte, wobei Yvonne Loriod, Messiaens Frau, den Klavierpart übernahm. Messiaen selbst war dabei anwesend. Damals wurde es von Studenten des Royal College of Music gespielt. Dieses sinnträchtige und originelle Werk wurde für eine exzentrische Gruppe von Instrumenten geschrieben: eine große Anzahl von Bläsern, eine prominente Trompetenstimme, eine Menge Schlagwerk, eine große Klaviersolostimme und acht Soloviolinen. Es ist auch nicht gerade leicht zu spielen!

    Das ist auch typisch für das Ensemble Modern Orchestra. Wir haben die Möglichkeit, bizarre Besetzungen zu stemmen, weil wir völlig frei in der Organisation unserer Musikerinnen und Musiker sind. Mit dem Ensemble Modern Orchestra ist also ein Stück deines Lehrers Olivier Messiaen zu hören, im Programm des Ensemble Modern dann ein Stück deines Schülers Christian Mason – damit schließt sich der Kreis.
    Ja, ich bin sehr zufrieden mit der Wahl von Christian Masons ›Layers of Love‹. Er ist einer meiner erfolgreichsten und talentiertesten Studenten, mit einen sehr feinen Instinkt und einer enormen Vorstellungskraft, was Klangfülle und Klanglichkeit angeht.

    Sein Werk kombinieren wir mit einer Komposition von Luigi Dallapiccola, die für dich sehr wichtig war bei der Programmentwicklung.
    Ich liebe einen Teil von Dallapiccolas Musik, nicht alles, aber manches erscheint mir sehr wertvoll. Seine Werke gehören zu den am meisten unterschätzten Werken des 20. Jahrhunderts. Er ist ein Miniaturist, ein Komponist der kleinen Form. ›Piccola musica notturna‹ ist ein kurzes, unglaublich atmosphärisches, zartes und poetisches Werk.

    Und schließlich haben wir noch einen Kompositionsauftrag an Cathy Milliken vergeben.
    Cathy kenne ich schon seit vielen Jahren, weil sie als Oboistin Gründungsmitglied des Ensemble Modern war. Leider hat sie die Gruppe vor über zehn Jahren verlassen. Sie widmet jetzt die meiste Zeit dem Komponieren, und ich freue mich darauf, die Partitur zu sehen und zu hören.

    Genau wie wir! Das Ensemble Modern hat vor zwei Jahren ein weiteres Stück von Christian Mason aufgeführt, als Teil des Projekts ›CONNECT – Das Publikum als Künstler‹, eine Initiative, bei der das Publikum in der Aufführung mitwirkt. Ich weiß, dass dir Fragen der Vermittlung zeitgenössischer Musik viel bedeuten. Wie wecken wir die Neugier des Publikums und bringen die Menschen in Konzerte zeitgenössischer Musik?
    Das Publikum zur Mitwirkung zu bewegen ist auf dem Papier eine schöne Idee, aber es ist sehr schwer, sie auch wirklich umzusetzen. Was den Besuch von Konzerten angeht, habe ich im Lauf der Jahre viel darüber nachgedacht. Ich weiß nicht, ob es eine Illusion ist, aber mir scheint das Publikum für zeitgenössische Musik viel größer als früher zu sein. Natürlich wollen wir, dass so viele Menschen wie möglich die Musik ihrer eigenen Zeit genießen, sie interessant finden und hoffentlich auch lieben. Früher habe ich eine Menge Zeit damit verbracht, Festivals und Konzerte zeitgenössischer Musik zu organisieren und habe auch viel mehr als heute dirigiert und an Radiosendungen teilgenommen – so oft ich konnte. Seit 2000 jedoch versuche ich, meine Zeit auf die für mich beste Art zu nutzen, individuelle Komponisten zu unterrichten und mir ab und zu zu erlauben, spannende Dirigate oder Tourneen zu übernehmen, wie wir sie demnächst miteinander vorhaben. Ich denke, die beste Art für einen Komponisten, mit der Musikwelt und schließlich mit dem Publikum in Kontakt zu treten, ist, so viele Stücke wie möglich zu schreiben – und natürlich so gut wie möglich zu schreiben. Daher ziehe ich mich aus einer aktiveren Rolle in der Welt der zeitgenössischen Musik zurück, um mich auf meine eigene kompositorische Arbeit zu konzentrieren.

    Ist es für dich als Dirigent und Komponist leichter, dem Publikum Musik nahezubringen?
    Natürlich gewinne ich als Komponist, wenn ich gelegentlich meine eigenen Werke dirigiere. Es ist ein großes Vergnügen, Musik zu machen, aber ich bin jetzt 58 Jahre alt, und ich möchte schreiben. Für mich bedeutet das, dass ich mich einen Großteil der Zeit aus der Welt zurückziehen muss. Ich brauche zum Komponieren absolute Einsamkeit und muss mich von fast allem fernhalten. Also habe ich eine Entscheidung getroffen, die lautet: Ich bin ein Komponist, der dirigiert. Ich liebe es, zeitgenössische Musik aufzuführen, aber ich muss diese Aktivitäten auf bestimmte Zeiträume begrenzen.

    Wir werden auf Tournee in Frankfurt, London, Köln und Hamburg sein.
    Es wird mir eine Freude sein, nach Frankfurt zurückzukommen und dort aufzutreten. Ich freue mich auch sehr darauf, in die Kölner Philharmonie zurückzukehren, wo wir in der Vergangenheit so warmherzig empfangen worden sind. In der Elbphilharmonie habe ich diese ganze Spielzeit eine Residenz, was für mich unglaublich spannend ist. Und schließlich kommen wir in meine Heimatstadt, und das ist wirklich toll. Wir wurden von zwei Institutionen eingeladen. Die Wigmore Hall ist für das britische Musikleben ungeheuer wichtig, ist aber auch international als einer der prestigeträchtigsten Kammermusiksäle der Welt anerkannt. Die Akustik dort ist perfekt. Wenn man dort auf der Bühne spielt, fühlt sich das an, als würde man in Honig schweben. Der Klang ist so klar und so süß. Er hat eine unglaubliche Strahlkraft und Resonanz. The Roundhouse ist ebenfalls ein wunderbarer Konzertort. Während der letzten Jahre wurde es renoviert, und jetzt klingt es innen herrlich – und sieht auch so aus. Das ist eine außergewöhnliche Kombination von Konzerten im Vereinigten Königreich.

    Es ist nicht das erste Mal, dass wir mit dir in London auftreten, aber das erste Mal, das wir mit »Sir« George in London sind. Wie hat sich dein Leben seither verändert?
    Gar nicht. Außer, dass ich zutiefst geehrt bin. Es war wunderbar, von meinem eigenen Land so anerkannt zu werden. Wenn ich aber mit einem Orchester arbeite oder an meinem Schreibtisch sitze und versuche, die nächste Note zu finden, kommt mir das nicht in den Sinn. Ich habe zu Hause weder ein Schwert noch eine Rüstung, nicht einmal ein Pferd (lacht). Wenn ich mir die angeschafft hätte, so sähe mein Leben vielleicht mehr als ein wenig anders aus.

    Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dir und ich danke herzlich für das Gespräch!

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    Interview Pascal Dusapin

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    Harald Hoffmann

    Porträtkonzert Olga Neuwirth

    Happy New Ears

    Zu ihrem 50. Geburtstag widmet das Ensemble Modern der österreichischen Komponistin Olga Neuwirth am 19. Februar ein Happy New Ears-Konzert. Impulse für ihre Arbeit zieht die Komponistin aus vielen Bereichen, darunter Literatur, Film, Wissenschaft oder Gesellschaftspolitik. Auf den Spuren des exzentrischen Sängers Klaus Nomi schrieb sie ›Hommage à Klaus Nomi‹, in dessen Rolle im Konzert Countertenor Daniel Gloger schlüpft. Bei ›Aello‹ jagt Olga Neuwirth die Flöte als Soloinstrument (Dietmar Wiesner) erbarmungslos und humorvoll durch ihr »mechanomorphes Ballett«. Im Gespräch mit Moderator Olaf A. Schmitt erläutert Olga Neuwirth ihre Werke.

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    Harald Hoffmann

    Porträt Olga Neuwirth

    Oper Frankfurt, Frankfurt am Main (Deutschland)

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    Walter Vorjohann

    Georg Friedrich Haas - in vain

    Elbphilharmonie Hamburg, kleiner Saal, Hamburg (Deutschland)

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    Tim Wegner

    9. Internationales Kompositionsseminar

    Ausschreibung online

    Unter der Leitung von Ensemble Modern und dem Komponisten und Dirigenten Enno Poppe findet 2019/20 zum neunten Mal das Internationale Kompositionsseminar statt und wird wiederum in das Festival ›cresc... – Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main‹ integriert. Auf europäischer Ebene einmalig, ist dieses Seminar mit seiner mehrteiligen Konzeption seit seiner Gründung 2004 für verschiedene Komponistinnen und Komponisten eine Ausgangsplattform ihrer internationalen Karriere geworden.

    Das 9. Internationale Kompositionsseminar, einschließlich des Abschlusskonzerts, findet im Rahmen der vom 28. Februar bis 7. März 2020 in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet stattfindenden 5. Ausgabe des Festivals cresc... – Biennale für Moderne Musik statt. Durch die Einbindung in ein Festival und gestützt durch die Medienkooperation mit dem Hessischen Rundfunk, erfährt das Kompositionsseminar eine besondere mediale Aufmerksamkeit und das Konzert eine gesteigerte Wahrnehmung. Getragen wird cresc... 2020 von Ensemble Modern und hr-Sinfonieorchester in Kooperation mit weiteren Partnern.

    Interessierte Komponistinnen und Komponisten sind eingeladen, an diesem Projekt teilzunehmen. Bewerbungsfrist ist der 17. März 2019.

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  • 12/10/18--16:05: Konzert: PROBENBESUCH
  • PROBENBESUCH

    Die "Freunde des Ensemble Modern e.V." zu Besuch bei Proben des Ensemble Modern Orchestra unter Leitung von George Benjamin

    Frankfurt LAB, Frankfurt am Main (Deutschland)

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    George Benjamin - Into the Little Hill

    Alte Oper Frankfurt, Mozart Saal, Frankfurt am Main (Deutschland)

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    Entwurf einer klingenden Kartografie

    Das Ensemble Modern im Gespräch mit Pascal Dusapin über sein Projekt ›Lullaby Experience‹

    Herr Dusapin, in Ihrem neuen Projekt geht es um Lieder, um Kinderlieder, um Wiegenlieder – ein Thema, das Ihnen nahe ist?
    Meine Beziehung zum Kinderlied reicht weit zurück. Sie ist unmittelbar an meine musikalische Laufbahn geknüpft. Schon früh, als ich zu komponieren begann, habe ich einige kleine Lieder komponiert, keine Kinderlieder im eigentlichen Sinn, aber eine Art Wiegenlieder in einigen Strukturen der Musik. Und auch in einigen Stücken und sogar in meiner ersten Oper findet man Arten von Lullabies, die aber keine Zitate, sondern richtige Eigenschöpfungen sind.
    Interessant ist für mich der Aspekt des Tabus: In der zeitgenössischen Musik spielte die Melodie lange Zeit keine besondere Rolle, das war nichts Modernes. Man verstand unter der Melodie etwas Nostalgisches, etwas, was mit Musikgeschichte zu tun hatte, und diese Haltung fand ich schon immer dumm – nicht zuletzt, weil ich seit jeher Melodien sehr liebte. Ich weiß nicht, warum eine Melodie nichts Modernes sein kann, und ich sehe in Bezug auf ein Kinderlied auch überhaupt nichts Archaisches oder Reaktionäres. Ganz einfach: Es ist wirklich für mich die Essenz selbst der Idee von Musik, der emotionale Kern jener Aktivität, die uns zur Musik führt. Es gibt etwas Geniales innerhalb dieser Melodien, und das ist immer der Ton. Es liegt etwas zutiefst körperlich Menschliches darin – es geht um die menschliche Stimme, um Klang, um Worte, um Sprache. Vor einigen Tagen habe ich zum Beispiel eine albanische Melodie für das Projekt ›Lullaby Experience‹ erhalten. Die Sprache verstehe ich überhaupt nicht, um so interessanter ist es zu sehen, bis zu welchem Punkt die Melodie substanziell mit der Sprache selbst verbunden ist, als Struktur des Klangs. Wenn ich selbst ein französisches Lied singe, kann ich natürlich jeglichen Bezug zwischen französischer Sprache und Musik verstehen, das geht bis hin zu Debussy, es gibt eine natürliche Verbindung zwischen beidem, es ist sehr schön, das beobachten zu können, das lehrt mich einiges.

    Sie haben ja schon viele der Lieder gehört, die für das Projekt aufgenommen wurden. Was ist Ihr Eindruck – entspricht das dem, was Sie erwartet hatten? Und wie unterscheiden sich die Lieder aus den verschieden Ländern?
    Das Projekt begleitet mich schon seit mehr als zehn Jahren. Am Anfang stand ein Auftrag eines Museums aus Houston. Sie wollten mit einigen französischen Künstlern wie mir zusammenarbeiten und haben gefragt, was man in einem Museum machen könnte. Ich habe ihnen daraufhin mein Lullaby-Projekt vorgestellt. Das Projekt wurde nicht realisiert, aber dank des Ensemble Modern ist es sozusagen zu mir zurückgekehrt, und ich bin sehr glücklich darüber. Ich sage Ihnen auch warum: In diesen zehn Jahren hat sich meine eigene Wahrnehmung des Themas geändert. Gerade jetzt sehe ich manches zurückkehren, ich lerne vieles, und es gibt vieles, was ich nicht vorhersehen konnte. Zum Beispiel, und das unterstützt das, was ich eben hinsichtlich des Tabus, ja fast der Zensur der Melodie geäußert habe, dass viele Menschen fast schon Angst haben zu singen, dass sie extrem schüchtern sind. Ich selbst habe das auch schon in Situationen mit Freunden erfahren. Das ist schon komisch: Wenn ich ihnen erzähle, dass ich gerade ein Projekt zum Thema Lullaby mache und sie zum Beispiel am Telefon bitte, einfach mal was zu singen, dann kommt als erste Reaktion immer eine Schüchternheit, ein leichtes Schamgefühl. Ich dachte ja, Gesang gehört zu jedem, aber das stimmt nicht. Es gibt viele Menschen, die nicht singen und auch keine Erinnerungen an Gesang in ihrer Kindheit haben. Das hängt von den Generationen ab. Meine eigene Generation reagiert im Allgemeinen sehr schnell. Die jüngeren Leute, auch meine eigenen Enkel, konnten nicht sofort auf meine Aufforderung antworten. Sie brauchten Zeit, mussten nachdenken. Ich konnte also feststellen, dass – geht man also tatsächlich davon aus, wie ich vorhin sagte, dass das Lullaby so etwas wie das Herz der Musik ist – es das im erwachsenen Alter auch bleibt, und zwar auch für Nichtmusiker. Aber das ist in gewisser Art etwas Verstecktes, Sanftes, etwas, was die Leute berührt und sie lächeln macht. Das kommt alles nicht sofort, unmittelbar. Die Antworten kommen nicht sofort. Gerade die ersten Aufnahmen enthalten immer Reaktionen wie Zögern oder Lachen, all das psychologische Rundherum. Meistens fangen die Leute zwei, drei, vier Mal neu an. Ich nehme aber in der Regel bewusst die allererste Fassung mit jedem ›äh‹ und ›hihihi‹ und ›nein, nein, nein‹, bevor das Lied beginnt. Gerade das finde ich besonders schön. Anfangs hatte ich ein etwas reineres Konzept, aber jetzt behalte ich gern die ganzen »Unfälle«, die es am Anfang gibt. Sie sind psychologisch so stark, sie erzählen so viel Emotionales, Affektives.

    In welcher Form benutzen Sie die Aufnahmen? Werden alle individuell behandelt, oder wie darf man sich das vorstellen?
    Das ist schwer zu beantworten, weil eine komplexe Technologie dahintersteht. Aber die Idee ist, eine Art Melodiewolke zu schaffen, in der mittels eines Computersystems Beziehungen geschaffen werden. Das heißt zum Beispiel, von einem Gesang zum anderen zu gelangen durch Modifikationen. Ich bin ja kein Musikethnologe, ich bin Komponist, Schöpfer von Musik. Mich interessieren die Transformationen. Das System, das im Frankfurt LAB zum Einsatz kommt, ist ein sehr komplexes mit 64 Lautsprechern und einer Projektion von Flugformationen von Vögeln. Das wird eine Art Übermelodie schaffen, wenn man es so nennen kann. Etwas Flüchtiges, etwas, das Transformationen unterworfen ist, ganz eben wie der natürliche Flug von Vögeln. Das ist in Konstruktion, wir arbeiten an zahlreichen Arten, die Melodien zu transformieren oder sie zu bewahren, wie sie sind, oder sie mit ganz neuem Leben zu füllen. Die Möglichkeiten sind unendlich.

    Welche Rolle spielt dabei das IRCAM?
    Wir brauchten ja Werkzeuge. In Thierry Coduys habe ich einen wunderbaren Ingenieur an der Seite. Im IRCAM arbeiten er und die anderen gemeinsam an Prozessen die ich festgelegt habe. Die haben viele Möglichkeiten, aber manches lässt sich auch einfach nicht lösen. Zum Beispiel hatte ich erst eine ganz einfache Idee, die sich aber nicht realisieren ließ, der bestentwickelten künstlichen Intelligenz, die es heute gibt, zum Trotz. Ich habe erstaunliche Sachen dadurch gelernt. Ich stand dabei in einem steten Dialog mit dem IRCAM. Die arbeiten ja nicht alleine vor sich hin, ich bin immer involviert. Sie sind großartig dort.

    Werden wir Lieder wiedererkennen?
    Ich denke schon! Das ist aber eine Arbeit, die ich noch nicht gemacht habe. Ich bin also dabei, etwas zu erfinden und das finale Resultat niederzuschreiben. Das Tolle ist, dass niemand weiß, wie man es machen soll, weil es eben noch niemand gemacht hat. Ein Orchesterstück – schlecht oder gut – kann ich komponieren. Dieses Projekt aber, ist wirklich ein Raum der Erfindung, der Freiheit. Man kann das vielleicht ganz plastisch mit einem gemalten Bild vergleichen, bei dem die verwendeten Materialien und das Motiv zwar vertraut sind, das aber auf völlig neue Art konstruiert ist. Aber im Grunde ist es vor allem ein sanftes Projekt, kein wildes. Die Leute sollen sich auf den Boden legen dürfen und einschlafen. Es ist ein Projekt für Kinder, für Großeltern und überhaupt für jeden. Es ist aber deswegen kein Kinderprojekt! Es richtet sich an alle, sagen wir, von zwei bis 100 Jahren. Deshalb heißt das Projekt auch ›Lullaby‹ und nicht ›Wiegenlieder‹. ›Lullaby‹, das kann für jemanden in einem Vorort von Paris auch Rap sein. Die Idee ist auf jeden Fall, dass das Projekt in Paris eine ganz andere Klanglichkeit hat als in Frankfurt oder Tokyo. Weil die Kulturen so unterschiedlich sind. Mein Traum wäre, eine Art klingende Kartografie zu haben.

    Wieso klingt das in Paris anders als Frankfurt?
    Naja, ganz einfach: In Frankfurt sind mehr Deutsche als in Paris. Deshalb gibt es eine andere Klanglichkeit dort. Ich möchte gern die unterschiedlichsten Menschen berühren. In Paris gibt es ja nicht nur Franzosen, sondern auch Chinesen, Araber, sogar Engländer! Wenn also ein Chinese aus Paris mitmacht, dann bringt er vielleicht eine chinesische Melodie und damit eine andere Farbe hinein. Das wird man sehen. In Frankfurt haben wir vermutlich mehr Deutsche, aber dafür auch mehr Türken als in Paris. Wenn es denn gelingt, die Türken zu erreichen ... Das ist das Problem: Wie findet man sie? Auf jeden Fall wird es Überraschungen geben. Wenn die App zum Sammeln der Lieder sich gut verbreitet, wird es besondere Farben geben, das wird die Erfahrung zeigen.

    Wie kombinieren Sie das Ganze mit der Musik, die live gespielt wird?
    Daran arbeite ich noch. Die Instrumente sind für mich wie Stimmen, ich mache da keine Unterscheide. Ich möchte das Ensemble Modern gern mit seinen Instrumenten singen lassen, sie sollen eine Art Interventionen rund um die Melodien spielen. Ideen dafür habe ich schon ...

    Und welche Rolle hat dabei Claus Guth?
    Auch er muss etwas ganz Neues erfinden. Vielleicht etwas Plastisches, eine Art Dramaturgie des Raums, das wird eine Zusammenarbeit mit seinem Team. Ich sehe keine Inszenierung im herkömmlichen Sinn, sondern eher etwas, das der Arbeit eines Bildhauers vergleichbar ist. Vielleicht gibt es etwas mit Bildern oder Video. Das ist schwierig, weil wir es noch nie gemacht haben.

    Übersetzung aus dem Französischen: Ruth Seiberts

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    George Benjamin - Into the Little Hill

    Wigmore Hall, London (Vereinigtes Königreich)

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    George Benjamin - Palimpsests

    Roundhouse, London (Vereinigtes Königreich)

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  • 02/04/19--07:10: Aktuell: Die Vielen
  • Die Vielen

    Frankfurter Kulturinstitutionen unterzeichnen Erklärung für Vielfalt und Respekt

    Im Rahmen einer Pressekonferenz fand am 1. Februar die Präsentation der ›Frankfurter Erklärung der Vielen‹ statt. Mit der Erklärung setzen über 50 Frankfurter Institutionen, darunter das Ensemble Modern, ein gesellschaftspolitisches Signal und zeigen gemeinsam Haltung für Toleranz, Vielfalt und Respekt. Mit der Kampagne möchten die Einrichtungen ausdrücklich ein Zeichen gegen völkisch-nationalistische, fundamentalistische, populistische oder autoritäre Strömungen setzen und die demokratische und künstlerische Freiheit sowie Pluralismus und Vielfalt gegen diese verteidigen. Die Erklärung der Vielen ist eine bundesweite Kampagne des Vereins ›Die Vielen e.V.‹

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    George Benjamin - Into the Little Hill

    Kölner Philharmonie, Köln (Deutschland)

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    Stellenausschreibung

    Bilanzbuchhalter/in oder Finanzbuchhalter/in 100%

    Die Deutsche Ensemble Akademie e.V. ist die Dach- und Förderorganisation von Ensemble Modern GbR, Internationaler Ensemble Modern Akademie e.V. und Junge Deutsche Philharmonie e.V.

    Zum 1. April 2019 oder nach Vereinbarung suchen wir eine/n

    Bilanzbuchhalter/in oder Finanzbuchhalter/in 100%

    Ihre Aufgabenbereiche umfassen:

    • Eigenständige Bearbeitung der gesamten Debitoren-, Kreditoren- und Sachkontenbuchhaltung inkl. Zahlungsverkehr und Stammdatenpflege
    • Mitwirkung bei der Erstellung von Wirtschaftsplänen und Jahresabschlüssen
    • Prüfung von Verträgen mit internationalen Veranstaltern und Künstlern
    • Buchhalterische Betreuung sämtlicher oben genannter Institutionen in Zusammenarbeit mit zwei Kolleginnen auf Teilzeit- resp. Minijob-Basis

    Wir erwarten von Ihnen:

    • Hoch- oder Fachhochschulabschluss oder vergleichbare Qualifikation
    • Mehrjährige Berufserfahrung (Kulturbereich von Vorteil)
    • Fundierte Kenntnisse der Bundesgesetze zur Buchhaltung, Anlagenbuchhaltung und Lohnbuchhaltung
    • Erfahrung im Umgang mit Behörden und Steuerberatern
    • Kenntnisse im Stiftungs-, Förder- und Zuwendungsrecht sowie im internationalen Vertragsrecht sind von Vorteil
    • Sicherer Umgang mit den gängigen Office-Anwendungen und den Programmen der Finanzbuchhaltung (Simba)
    • Engagiertes, selbstständiges, teamfähiges und stressresistentes Arbeiten

    Englischkenntnisse in Wort und Schrift werden vorausgesetzt.

    Wenn Sie Interesse an einer spannenden Tätigkeit in einem weltweit aktiven, dynamischen Kulturbetrieb haben, freuen wir uns auf Ihre Bewerbungsunterlagen bis zum 25.02.2019. Diese senden Sie bitte per E-Mail als ein PDF- Dokument an info@ensemble-modern.com oder per Post an

    Deutsche Ensemble Akademie e.V.
    Geschäftsführung
    Schwedlerstraße 2-4
    60314 Frankfurt am Main.

    Bewerbungsgespräche finden auf Einladung und nach Vereinbarung statt. Für Rückfragen wenden Sie sich an Regina Hassenpflug, Telefon: 069 943 430-16 (mittwochs bis freitags).

    Näheres entnehmen Sie unseren Homepages:
    www.deutsche-ensemble-akademie.de
    www.ensemble-modern.com
    www.internationale-em-akademie.de
    www.jdph.de

    Datenschutzhinweis
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    George Benjamin - Palimpsests

    Kölner Philharmonie, Köln (Deutschland)

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    George Benjamin - Palimpsests

    Elbphilharmonie Hamburg, Hamburg (Deutschland)

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    George Benjamin - Into the Little Hill

    Elbphilharmonie Hamburg, kleiner Saal, Hamburg (Deutschland)

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